Mephisto Schachschule:
Die Schachschule ist das Einsteigermodell und wurde zum größten
Verkaufserfolg in Stückzahlen für H+G. Im Erscheinungsbild spartanisch gehalten
(ohne Display) liefert die Schachschule zu einem günstigen Preis ein komplettes
Schachpaket. Im mitgelieferten Koffer lassen sich Schachcomputer, Figuren,
Netzteil und Schachbücher gut verstauen, und sind so auch auf Reisen einsatzbereit.
Die 64 Aufgaben aus dem Lehrbuch beginnen mit den Spielregeln, einfachen
Mattführungen und taktischen Motiven. In den hinteren Kapiteln werden erste
Eröffnungsregeln sowie Bauernendspiele mit Nah- und Fernopposition geübt.
Fazit: Die Schachschule war und ist auch heute noch ein
ideales Geschenk für den Schachnachwuchs, mit einem robusten und
unverwüstlichen Hartplastikgehäuse. Zielgruppengerecht!
Mephisto College:
Der bekannte Supermondial II von Ed Schröder, erweitert um
das College-Lernmodul, welches auf der Rückseite im Batteriefach eingesetzt
wird. Bestückt mit 100 Schachaufgaben aus allen Bereichen des Schachs;
Eröffnung, Mittelspiel und Endspiel. Im 242 Seiten starken Begleitbuch werden
die Übungen sehr anschaulich mit vielen Diagrammen präsentiert und erläutert.
Auch Positionsspiel und Strategie werden dem Leser näher gebracht und zum
Abschluss warten die Aufgaben zur Erringung des Königs-Diploms. Das
College-Modul richtet sich ergo an den erfahrenen Hobbyspieler bis
Vereinspieler, der gezielter die vielen Facetten des Schachs kennen lernen
möchte.
Fazit: Eine gelungene Kombination aus Schachcomputer +
Lehrbuch
Mephisto Academy:
Mit diesem Modell richtete sich H+G an den Vereins- und
Turnierspieler. Während die kleineren Brüder lediglich mit Drucksensorbrettern
ausgestattet wurden, hat die Academy ein optisch gelungenes Holz-Schachbrett
mit Magnetsensoren vorzuweisen. Über ein Punktmatrixdisplay werden die
gespielten Eröffnungsbezeichnungen (Damengambit, Sizilianisch etc.) angezeigt,
was bei allen späteren Programmen von Ed Schröder zu seinem Markenzeichen
werden sollte. Über den Trainingsmodus wird ein umfassender Blick in die Tiefe
des Eröffnungsbaums der Mephisto Academy gewährt. So bekommt man bis zu drei
Antwortmöglichkeiten aus der Theorie einer Variante angezeigt, die auf dem Schachbrett
vor- und zurückgespielt werden können. Vorbildlich und sehr instruktiv gelöst und
später von PC-Schachprogrammen kopiert. Eine weitere Besonderheit sind die von
1000-2000 ELO einstellbaren Trainingstufen beim Academy. Im Turnier- oder
Aktivschach lässt sich die Academy so passend an der eigenen Spielstärke
ausrichten. Nach jeder Partie kann man sich dann seine neue ELO-Zahl berechnen
lassen. Das mitgelieferte, 76 Seiten starke Lehrbuch, rundet das positive Bild
dieses Schachtrainers ab.
Fazit: Die Krönung dieser Mephisto-Baureihe. Leider wurde
nie ein Nachfolger produziert, um z.B. das Trainingsrepertoire auch auf
Endspiele auszudehnen.
- Programm: Dave
Kittinger, 32KB ROM, 26,6MHz
- Spielstärke: ca.
2000 ELO
Lange musste ich Ausschau halten, um einen Schachcomputer
mit Trainingsfunktionen der Fa. Novag ausfindig zu machen. Dieses Thema ist bis
zum heutigen Tag leider sehr stiefmütterlich von Novag behandelt worden. Die
meisten Rechner bieten lediglich die Option von abgeschwächten Fun-Stufen. Eine
Ausnahme bildet hier der Novag Turquoise (sowie sein Nachfolger Novag
Obsidian). Es wurden acht klassische Endspielstudien und acht Mattaufgaben aus
Partien alter Meister implementiert.
Die Übungen richten sich eher an Anfänger und schwächere
Spieler, wie z.B. die Lucena Stellung, Nah- und Fernopposition, die jedem
erfahrenen Schachspieler ein Begriff sind. Die allgemeine Spielstärke des
Turquoise ist von einfachen Fun-Leveln bis zum ELO 2000 Spieler variierbar. Im
Design ging Novag beim Turquoise neue Wege. Dem quadratischen Spielfeld wurde
ein ovales Bedienpanel mit Display vorne angesetzt, was optisch modern und
gefällig wirkt.
Fazit: Auch mit den Übungsstudien bleibt der Turquoise eher
ein „normaler“ Schachcomputer denn ein Schachtrainer. Die insgesamt 16 Übungen
sind schnell durchgespielt und relativ einfach gehalten. Immerhin ein erster
Versuch von Novag auf diesem Terrain.
Beispiel Endspielstudie
EG1: Die Lucena Stellung
Nach Auswahl der gespeicherten Stellung kann man sofort
loslegen. Richtige Züge werden umgehend mit dem korrekten Gegenzug beantwortet,
falsche Züge automatisch im Display mit der Meldung „off bh“ quittiert.
1. Tf4 Th1 2. Te4+ Kd7 3.Kf7 Tf1+ 4.Kg6 Tg1+ 5.Kf6 Tf1+
6.Kg5 Tg1+ 7.Tg4. Die so genannte „Treppe“.
- Programm: Frans
Morsch, 32KB ROM, 10MHz
- Spielstärke: ca.
2050 ELO
Die Schachcomputer von RadioShack wurden ausschließlich für
den amerikanischen Markt produziert, in Kooperation mit der Fa. Saitek, die die
Hard- und Softwarekomponenten stellten. Insofern steckt auch hier das bekannte
GK2100-Programm von Frans Morsch, nur um Nuancen verändert. In punkto Ausstattung
hat der Champion 2250 XL einiges zu bieten. Zunächst fällt das große (25 x
25cm) Drucksensorbrett auf und das LCD Schachbrett, wie es auch im
Luxus-Schachcomputer Renaissance und im Simultano von Saitek verbaut wurde.
Neben allerlei Informationen zur Partie, kann man sich die berechnete Variante
des Computers anschauen oder auch Züge vor- und zurückspielen. In der
Eröffnungsbibliothek befindet sich ein „Bug“. Laut Anleitung sind vier Bibliotheken
anwählbar (Full, Turnier, Active, Passive), doch es funktioniert nur die
Einstellung „Full“.
Wählt man die Taste „Studies“, gelangt man zu 8 Schachstellungen.
Hier soll jeweils eine Sequenz von ca. 3-8 Zügen richtig nachgespielt werden.
Angefangen von Übungen zur Opposition bis zu Stellungen aus historischen
Meisterpartien. Außerdem kann der Lernende 64 Eröffnungsvarianten gezielt zum
Training auswählen. Im LCD-Brett wird der jeweils letzte Zug blinkend markiert
und der Name der Eröffnung angezeigt (in englisch).
Fazit: Der Champion 2250 XL bietet eine Menge Funktionen,
Übungs- und Einsatzmöglichkeiten, hat aber auch markante Schwächen. Zu dem
bereits erwähnten Bibliothek-Bug kommen schlecht ansprechende Drucksensoren,
die ein flüssiges Spiel erschweren. Die Anzahl der programmierten Studien ist natürlich
zu gering – schade!
- Programm: Dan &
Kate Spracklen, 32KB ROM, 3,6MHz
- Spielstärke: ca.
1850 ELO
- Programm: Dan &
Kate Spracklen, 64KB ROM, 6MHz
- Spielstärke: ca.
1900 ELO
Auch bei Fidelity (analog zu Novag) findet sich kein
klassischer Schachtrainer mit Tutor-Funktionen im Angebot. Der Kishon Chesster
bietet dafür allerlei stellungsbezogene Sprachkommentare, die im Stile eines
Kaffeehaus-Schachspielers daher kommen (z.B. „Hoppla! Jetzt hab ich Dich aber
erwischt!“). Damit ist er heute ein Klassiker und immer für ein lockeres Spiel
zwischendurch geeignet.
Beim Designer 2100 lässt sich über die 64 Felder des
Schachbretts gezielt eine Eröffnung auswählen zum Training, welche im Anhang
der BDA aufgelistet sind. Weitere Trainingsfunktionen sind nicht vorhanden.
Fazit: Streng genommen gehören diese beiden Schachcomputer
nicht in das Feld der Teilnehmer, da sie nicht genügend Kriterien eines
Schachtrainers vorweisen. Nichtsdestotrotz bietet gerade der Kishon Chesster
einen enormen Spaßfaktor durch seine frechen Sprüche, die man bei Bedarf auch
abstellen kann.
- Programm: Ron
Nelson, ?KB ROM, 10MHz
- Spielstärke: ca.
1650 ELO
„Hello, I’m Chessica your computer opponent“, begrüßt mich
eine weibliche, freundliche Stimme nach dem Einschalten des NYTC Deluxe Edition
(was für eine Namensbezeichnung). Dieser Reiseschachcomputer kommt im großzügig
dimensionierten Handheld-Design daher, in einer Sonderedition der New York
Times mit 500 Schachrätseln von GM Robert Byrne. Zusätzlich sind 32 auswählbare
Eröffnungslinien zum Training integriert. Das ist schon eine hohe Hausnummer
und verspricht ausgiebiges Trainingsmaterial. Auch bei der sonstigen
Ausstattung wurde aus dem Vollen geschöpft. Ein Touchscreen Schachbrett mit
Punktmatrix-Display und Anzeige aller legalen Zugmöglichkeiten einer Figur,
Ansage aller Züge in englisch, französisch und spanisch und eine Auswertung der
eigenen gespielten Partien nach Rating-System. Im Gegensatz zum Vorgängermodell
„Deluxe Talking Touch Chess“, wurde dem NYTC eine zuschaltbare
Hintergrundbeleuchtung des Spielbretts eingebaut – sehr sinnvoll! Das klingt
alles nach dem Nonplusultra als mobiler Schachtrainer, aber auch hier gibt es
einen entscheidenden Wermutstropfen - die Spielstärke. Der NYTC spielt leider
ohne Permanent Brain und kann bestenfalls bis zum schwächeren Vereinsspieler
empfohlen werden.
Fazit: Wer einen schicken Schachcomputer für die Reise
benötigt und nebenher Mattaufgaben lösen möchte, sollte zugreifen.
Beispielaufgabe
Mate4, Aufgabe 1:
- Programm: Dan &
Kate Spracklen, 16KB ROM, 2MHz
- Spielstärke: ca. 1600
ELO

Der Dinosaurier im Teilnehmerfeld und gleichzeitig ein
Pionier für die wesentlich später entdeckten Einsatzgebiete von Schachcomputern
als Schachlehrer. Zusammen mit seinem optisch (bis auf den Champion Schriftzug)
identischen Bruder CC Sensory Voice aus dem Jahr 1980, war der CC Sensory
Champion der erste Schachcomputer mit programmierten Schachaufgaben. In beiden Modellen
sind 64 Partien von Schachgroßmeistern abgespeichert, deren Züge man beim
Nachspielen erraten soll. Außerdem können 64 Eröffnungslinien direkt über das
Spielfeld zum Training ausgewählt werden. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal
der Fidelity Schachcomputer aus dieser Zeit ist die blecherne, digitalisierte
Ansage der Schachzüge und die Ausstattung mit 64 Feld LEDs bei einem Drucksensorbrett.
Erst Jahre später wurden diese Innovationen in anderen Schachcomputern wieder
aufgegriffen.
Fazit: Der „Champion“
lebt natürlich von seinem nostalgischen Charme und dient hier lediglich als
Reminiszenz an die frühe Ära der Schachcomputer. Dadurch entzieht er sich
meiner Meinung nach jeder Bewertung, weil man ihn nicht mit den aktuelleren
Geräten vergleichen kann.
- Programm: Craig
Barnes, 32KB ROM, 8MHz
- Spielstärke: ca.
1500 ELO
Gegen Ende der 90er Jahre versuchte Saitek, mit der
zwischenzeitlich erworbenen Marke „Mephisto“, den Erfolg der
Schachtrainer-Trilogie von 1989 (siehe oben) zu wiederholen. Die Mephisto
Schachschule II richtete sich dabei, wie sein Vorgänger die Mephisto
Schachschule, eher an schwächere
Schachspieler und Einsteiger. Die Ausstattung ist gut, lediglich die LEDs auf
dem Spielbrett wurden aus Kostengründen eingespart. Ein Punktmatrixdisplay mit
Laufzeilenschrift dient als Kommunikationszentrale, denn hier werden dem
Spieler neben den Spielzügen alle weiteren Informationen zum Spielverlauf
angezeigt. So kommt mitunter über Laufschrift die Meldung „Sie sollten eine
Figur nicht mehrmals ziehen; siehe Lektion 15“, wenn man gerade zum
wiederholten Mal die Dame in der Eröffnung gezogen hat. Solche Schemata greifen
natürlich nicht immer, sind aber für einen Schacheinsteiger sehr hilfreich.
Insgesamt stehen 70 Lektionen zur Verfügung, die den gesamten Bereich von
Eröffnungen bis einfachen Endspielen abdecken. Besonders hervorheben möchte ich
die Kapitel zu den „Bauernstrukturen“, die schon etwas tiefer in die Materie
des Positionsspiels eindringen. Mit 100 Spielstufen – darunter eine große Zahl
abgeschwächte Fun-Stufen – und gut eingesetzten akustischen Signalen und
Warnhinweisen, rundet die Schachschule II das positive Bild ab.
Fazit: Die Lektionen bieten genügend Lern- und
Arbeitsmaterial und sind hervorragend zusammengestellt. Leider disqualifiziert
sich die Mephisto Schachschule II durch einen schwerwiegenden
Programmierfehler. Sie beherrscht keine
Rochade!! Die Rochade wird nur
ausgespielt, falls diese direkt aus der Eröffnungsbibliothek kommt. Zu welch
absurden Spielsituationen dies letztendlich führt, kann sich jeder vorstellen.
Beispiel Lektion 55:
Isolierte Bauern
In
dieser Lektion lernen Sie, wie man den Isolani ausnutzen kann. Bitte bauen Sie
die Grundstellung auf. 1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.Sf3 d5 4.Sc3 Le7 5.Lf4 0–0 6.e3 c5
7.dxc5 Sc6 8.Dc2 Da5 9.a3 Lxc5 10.Td1 Le7 11.Sd2 Ld7 12.Le2 Tfc8 13.0–0 Dd8
14.cxd5 exd5 Wir haben die Stellung erreicht, in der Schwarz nun mit einem
Isolani spielen muß. Bitte drücken Sie den Isolani. 15.Sf3 Dies
kontrolliert das Feld D4, damit Schwarz den Isolani nicht gleich wieder
auflösen kann. 15...h6 16.Se5 Le6 17.Sxc6 Txc6 18.Lf3 Db6 19.Le5 Se4 20.De2
Sxc3 21.Lxc3 Td8 22.Td3 Karpov mit den weißen Steinen hält seine Stellung
jetzt schon für gewonnen, wegen des schwachen Isolanis. 22...Tcd6 23.Tfd1 Die
weißen Figuren werden zur Belagerung des Isolanis eingesetzt. 23...T6d7
24.T1d2 Db5 25.Dd1 b6 Jetzt stehen die weißen Figuren optimal. Schwarz kann
sich kaum noch bewegen, weil sonst der Bauer D5 verloren ginge. Weiss dagegen
hat nun alle Zeit der Welt. 26.g3 Lf8 27.Lg2 Le7 Schwarz kann keinen
eigenen aktiven Plan entwickeln. 28.Dh5 a6 29.h3 Dc6 30.Kh2 a5 31.f4 Es
droht Bauer f5 und der Läufer geht verloren. Daher... 31...f6 32.Dd1 Db5
33.g4 g5 34.Kh1 Dc6 35.f5 Lf7 Jetzt kann Weiß endlich den Isolani erobern.
Wie? 36.e4 Super! 36...Kg7 37.exd5 Dc7 38.Te2 b5 Schwarz hat
nicht erkannt, warum der weiße Turm nach E2 gezogen wurde. Sie hoffentlich
schon. Geben Sie den besten Zug ein. 39.Txe7! Sehr gut! 39...Txe7 Geben
Sie den besten Zug ein 40.d6 Ausgezeichnet! Schwarz gab auf. Weiß hat
den Isolani genau richtig behandelt. 1–0
- Programm: Frans
Morsch + Craig Barnes, 32KB ROM, 16MHz
- Spielstärke: ca.
2000 ELO
Die Begrüßung beim Einschalten klingt ein wenig nach Magie
und Märchen: „Willkommen in der Welt der Mephisto Schachakademie.“ Doch man
merkt schnell, dass die Schachakademie sehr sachlich aufgebaut wurde, sogar die
deutsche Sprachausgabe klingt eher nüchtern bis gelangweilt. Schon die
Namensgebung suggeriert eine Nähe zur erfolgreichen Mephisto Academy aus dem
Jahr 1989, so hat man auch der Schachakademie eine umfangreiche Ausstattung
spendiert mit z.B. 64 Feld LEDs und einem Schachkurs mit 100
sprachunterstützten Lektionen, wobei die ersten 70 Lektionen identisch zur
Mephisto Schachschule II sind. Hinzugekommen sind Partiebesprechungen von starken
GMs und Weltmeistern, sowie jugendlichen Talenten (z.B. Ponomarjow 1993). Das
implementierte Schachprogramm ist taktisch stark und bietet auch versierten Vereinsspielern
Paroli, dabei stehen insgesamt 100 Spielstufen unterschiedlichster Couleur zur
Verfügung. Die Zugansage und die Tutor-Funktion kann exakt den Bedürfnissen
angepasst werden; von komplett deaktiviert bis sehr ausführlich. Praktisch
gerade für Schachanfänger. Wie schon bei der Schachschule II gilt aber auch
hier: Vorsicht, die Partiekommentare passen nicht immer!
Fazit: Alle guten Ansätze der Mephisto Schachschule II, dem
kleineren Bruder, wurden übernommen und mit positiven Erweiterungen versehen.
Die Schachakademie ist ein kompletter Schach-Trainings- und Lehrpartner ohne
wirkliche Schwächen.
Beispiel Lektion 90:
Die jungen Wilden (Anand)
In
dieser Lektion lernen Sie den letzten jungen Wilden kennen; Anand den Inder.
Die folgende Partie spielt er mit Weiß gegen Topalow. Anand hatte in dem Jahr
schon zwei Mal gegen Topalow verloren. Schauen wir, ob er dieses Mal gewinnt. Bitte
bauen Sie die Grundstellung auf. 1.e4 c5 2.Sf3 e6 3.Sc3 a6 4.d4 cxd4 5.Sxd4
Sc6 6.Le2 d6 7.0-0 Sf6 8.Le3 Le7 9.f4 0-0 10.a4 Dc7 11.Kh1 Te8 12.Lf3 Sa5 Üblich sind auch Tb8 oder Ld7 13.g4 Sd7
14.Lg2 Lf8 15.De1 Alle weißen Figuren orientieren sich Richtung Königsflügel
15...b6 16.Td1 Lb7 17.Dh4 Sc6 18.Se2 Anand möchte sein Material für den Königsangriff behalten 18...Sb4
19.Td2 Dd8 20.g5 Natürlich will Weiß jetzt nicht die Damen tauschen 20...f6
21.Sd4 fxg5 22.fxg5 Sc6 23.Tdf2 Tc8 24.Sce2 Sc5 25.Sxc6 Lxc6 26.Sd4 Ld7 27.e5!
Laut Anand ist e5 der entscheidende Zug der Partie. Schauen wir warum! 27...dxe5
28.Sf3 Lc6 29.Sxe5 Lxg2 30.Txg2 Tc7 31.Sg4 Kh8 32.Dh3 Dd5 33.g6 h6 Bitte
ziehen Sie für Weiß! 34.Lxh6 Sehr gut! 34...gxh6 35.g7 Prima!
35...Lxg7 36.Sxh6 Gut gemacht! 36...Kh7 37.Sf7 Super! Kg8 38.Dh8# Schach Matt!
1–0
- Programm: ??
- Spielstärke: ca. 1300?
Die Fa. Millennium hat sich ganz dem niedrigsten
Preissegment verschrieben. Der Vertrieb erfolgt fast ausschließlich über
Discount-Ketten zu günstigen Preisen. Positiv überrascht war ich von dem Umfang
der Eröffnungsbibliothek, welche immerhin auf dem Niveau der teureren
Konkurrenz liegt. Sogar die aktuelle Partiestellung bleibt automatisch
gespeichert. Mit dem eingebauten Trainer lässt sich über verschiedene Tasten
interagieren. Mit WOHIN? gibt der Schachpartner die möglichen Züge für eine
Figur an, mit WARUM? kann man sich Fehlzüge und Alternativen dazu anschauen.
Doch was sind diese Hinweise wert? In der Regel erkennt der Schachpartner die
eigenen Bedrohungen nicht. Für Anfänger gibt es Übungen mit reduziertem
Material, ähnlich dem Maestro Schachprofessor. Für Fortgeschrittene stehen 40 Meisterpartien
zur Verfügung, um sich an Ihnen zu üben mit anschließender Auswertung. Zu
meiner Verwunderung wird bereits der Partiebeginn (z.B. 1.d4 oder e4) mit
Punkten bewertet. Wo ist hier die Sinngebung? Das mitgelieferte Handbuch ist
zwar mit 68 Seiten sehr ausführlich, aber unübersichtlich und umständlich in
der Beschreibung der Funktionen.
Fazit: Der Schachpartner bietet ein Sammelsurium an
Features, die aber nicht durchdacht wirken. Hier hat man nach dem Motto
gehandelt „viel hilft viel“, ohne über die Zielgruppe nachzudenken. Aufgrund
des schwachen Schachprogramms – siehe das Abschneiden im Aktivschach-Turnier –
bleiben nur reine Anfänger oder Gelegenheitsspieler als Interessenten. Für
diese gibt es aber didaktisch wesentlich besser ausgearbeitete Schachcomputer.
Also, Finger weg!
SCHACHTRAINER – CUP
- Modus:
Rundenturnier
- Bedenkzeit:
Aktivschach 30Sek./Zug oder 30Min./Partie
Zum Abschluss darf natürlich ein Wettkampf zwischen den
Kontrahenten nicht fehlen. In einem 14-rundigen Turnier setzten sich die
nominellen Favoriten durch, wobei der Turniersieger „Mephisto Explorer Pro“
ungeschlagen blieb, mit klarem Vorsprung vor dem „Kasparov Schachtrainer“. Bis
Platz 9 liegt alles dicht gedrängt in der Tabelle, erst dahinter erfolgt ein
Bruch, der einen Klassenunterschied deutlich macht.
Schachtrainer Cup
Platz
|
Motor
|
Punkte
|
Me
|
Ka
|
Ra
|
Me
|
Me
|
No
|
Fi
|
Me
|
Fi
|
Me
|
Ne
|
Me
|
Fi
|
Ma
|
Mi
|
S-B
|
01
|
Mephisto Explorer Pro
|
13,0/14
|
·
|
1
|
1
|
1
|
=
|
1
|
=
|
1
|
1
|
1
|
1
|
1
|
1
|
1
|
1
|
83,00
|
02
|
Kasparov Schachtrainer
|
11,0/14
|
0
|
·
|
0
|
=
|
=
|
1
|
1
|
1
|
1
|
1
|
1
|
1
|
1
|
1
|
1
|
61,75
|
03
|
RadioShack 2250 XL
|
10,0/14
|
0
|
1
|
·
|
0
|
=
|
=
|
=
|
1
|
1
|
1
|
1
|
1
|
=
|
1
|
1
|
57,75
|
04
|
Mephisto Schachakademie
|
9,5/14
|
0
|
=
|
1
|
·
|
0
|
1
|
1
|
0
|
0
|
1
|
1
|
1
|
1
|
1
|
1
|
51,50
|
05
|
Mephisto Academy
|
9,0/14
|
=
|
=
|
=
|
1
|
·
|
0
|
0
|
1
|
0
|
=
|
1
|
1
|
1
|
1
|
1
|
50,25
|
06
|
Novag Turquoise
|
9,0/14
|
0
|
0
|
=
|
0
|
1
|
·
|
1
|
0
|
1
|
1
|
1
|
=
|
1
|
1
|
1
|
47,25
|
07
|
Fidelity Kishon Chesster
|
9,0/14
|
=
|
0
|
=
|
0
|
1
|
0
|
·
|
0
|
1
|
1
|
1
|
1
|
1
|
1
|
1
|
46,50
|
08
|
Mephisto College
|
8,5/14
|
0
|
0
|
0
|
1
|
0
|
1
|
1
|
·
|
1
|
1
|
0
|
1
|
=
|
1
|
1
|
47,75
|
09
|
Fidelity Designer 2100
|
8,0/14
|
0
|
0
|
0
|
1
|
1
|
0
|
0
|
0
|
·
|
1
|
1
|
1
|
1
|
1
|
1
|
36,50
|
10
|
Mephisto Schachschule
|
5,5/14
|
0
|
0
|
0
|
0
|
=
|
0
|
0
|
0
|
0
|
·
|
1
|
1
|
1
|
1
|
1
|
17,00
|
11
|
New York Times Chess Deluxe
|
4,5/14
|
0
|
0
|
0
|
0
|
0
|
0
|
0
|
1
|
0
|
0
|
·
|
1
|
1
|
=
|
1
|
15,50
|
12
|
Mephisto Schachschule II
|
3,5/14
|
0
|
0
|
0
|
0
|
0
|
=
|
0
|
0
|
0
|
0
|
0
|
·
|
1
|
1
|
1
|
9,00
|
13
|
Fidelity CC Sensory Champion
|
2,5/14
|
0
|
0
|
=
|
0
|
0
|
0
|
0
|
=
|
0
|
0
|
0
|
0
|
·
|
=
|
1
|
10,25
|
14
|
Maestro Schachprofessor
|
2,0/14
|
0
|
0
|
0
|
0
|
0
|
0
|
0
|
0
|
0
|
0
|
=
|
0
|
=
|
·
|
1
|
3,50
|
15
|
Millennium Schachpartner III
|
0,0/14
|
0
|
0
|
0
|
0
|
0
|
0
|
0
|
0
|
0
|
0
|
0
|
0
|
0
|
0
|
·
|
0,00
|